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Maj 2012 |
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Einwohnerzahl: 49.444
KREISSTAROSTEI
ul. Żwirki i Wigury 1
62 - 065 Grodzisk Wielkopolski
tel. +48 61 44 52 500
fax: +48 61 44 52 555
e - mail: starostwo@pgw.pl
Vorsitzender des Kreisrats: Mariusz Zgaiński
Starost: Stanisław Hadka
Vizestarost: Grażyna Willmann
DIE CHARAKTERISTIK DES KREISES
Der Kreis Grodzisk ist im süd - westlichen Teil der Woiwodschaft Großpolen gelegen und grenzt an die Kreise Kościan, Nowy Tomyśl, Poznań und Wolsztyn. Mit einer Fläche von 643,72 km2 nimmt der Kreis in seinen neuen Grenzen den 26. Platz und einwohnermäßig den 28. Platz unter den großpolnischen Kreisen ein.
Die Grenze des Kreises Grodzisk wurde infolge der Verwaltungsreform 1998 bestimmt. Zum Kreis gehören die fünf Gemeinden Granowo, Grodzisk Wielkopolski, Kamieniec, Rakoniewice und Wielichowo.
Doch die Geschichte des Kreises reicht ins 19. Jh., als er zum erstenmal entstand.
ZUR GESCHICHTE DES KREISES
Der Kreis Grodzisk ist in seinen jetzigen Grenzen eine völlig neue Verwaltungseinheit, er bestand jedoch früher. 1887 beschlossen die damaligen Behörden die Vergrößerung der Kreiszahl und Grodzisk wurde somit zur Kreisstadt. 1919 umfasste der Kreis die Städte Buk, Grodzisk Wielkopolski und Opalenica sowie 53 Dorfgemeinden und 25 Landgüter. Der erste Starost war Stanisław Skoczyński, danach Stanisław Ziółecki, Marian Korotkiewicz, Michał Szczytt-Niemorowicz, Czesław Bogacki und Czesław Czochron. 1926 übernahm Henryk Kaysiewicz die Leitung, der bist zur Auflösung des Kreises 1932 im Amt blieb.
1941 wurde Grodzisk wieder eine Kreisstadt, doch verlor es seinen Status 1945 nach der Befreiung Polens von der Nazibesatzung. Seit 1974 war Grodzisk eine Gemeindestadt. 1990 wurde hier ein Bezirksamt gegründet, zu dessen Verwaltungsgebiet außer der Stadt noch die Gemeinden Granowo, Kamieniec, Rakoniewice und Wielichowo gehörten.
Diese Gemeinden wurden dem Kreis Grodzisk eingegliedert, der aufgrund der Verwaltungsreform 1998 entstand. Nach der ersten Kommunalwahl wurden Władysław Chwalisz der Starost des Kreises und Ryszard Górny der Vorsitzende des Kreisrats.
SEHENSWERTES BESONDERHEITEN UND SEHENSWÜRDIGKEITEN
Der Kreis Grodzisk liegt im Bereich der jüngsten, der sog. Ostsee - Vergletscherung. Durch sein Gebiet verläuft ein Streifen der Obra - Tiefebenen, die ein Teil des Warthe - Oder - Urtals sind.
Interessante Pflanzenexemplare kommen hier in 29 Dorf- und Gutshofparks vor. Unter Naturschutz stehen insgesamt 207 Naturdenkmäler. Der Gutshofpark in Ujazd zeichnet sich flächenmäßig aus, es ist der drittgrößte Park in Großpolen. Zu den interessantesten Naturdenkmälern gehören die Eichen in Kamieniec, viele Bäume in Ruchocice und Ujazd sowie exotische Exemplare, wie eine Sumpfzypresse in Kotowo oder ein Ginkobaum in Parzęczewo. Der dickste Baum im Kreis, eine Eiche mit einen Stammumfang von 660 cm, befindet sich außerhalb der Parkanlage, in der Nähe eines Bauernguts in Czarna Wieś /4 km westlich von Grodzisk/.
Im nord - westlichen Teil des Kreises erstreckt sich der Kuźnickie - See, der samt umliegenden Wäldern ein attraktives Gebiet für die Radtouristik oder den Pferdesport darstellt. Im Sommer ist Kuźnica ein beliebtes Urlaubsziel der Einwohner. Die Erholung bietet auch der im östlichen Teil des Kreises gelegene Strykowkie - See. Die Gegend von Kąkolewo lockt jeden Herbst die Liebhaber vom Pilzesammeln an. Der in der Nähe befindliche Flugplatz wird zum beliebten Sportplatz für das Gleitschirmfliege.
Die hierher kommenden Touristen können ihre Ferien auf einem der zum Agrotouristischen Verein Grodzisk gehörenden Bauernhöfe verbringen.
Manche Plätze und Objekte bilden interessante Routen, wie z. B. zehn hölzerne Kirchen. Die meinst aus dem 18. Jh. stammenden Kirchen, die besonders im Sommer schön aussehen, befinden sich in Bukowiec, Granowo, Grodzisk Wlkp., Jabłonna, Łęki Wielkie, Parzęczewo, Prochy, Ruchocice, Wielichowo sowie in Zielęcin.
Eine ähnliche Route bilden Palais und Landhäuser, die aus dem 18. und 19. Jh. stammen. Diese Bauten, die durch verschiedene architektonische Stile inspiriert wurden und nicht selten eklektische Züge aufweisen, was in einer interessanten Form zum Ausdruck kommt, kann man in Cykowo, Gnin, Granowo, Granówko, Karczewo, Kotowo, Lasówki, Parzęczewo, Ptaszkowo, Prochy, Rakoniewice, Ujazd, Wilkowo Polskie und Wioska sehen.
Auf dem Gebiet des Kreises gibt es auch andere, historisch wertvolle, sakrale Objekte, wie der malerisch gelegene Klosterkomplex, der sich auf der Anhöhe Wyrwał in Woźniki erhebt. Zu ihm führt eine bezaubernde Kastanienallee, die von der Straße Poznań - Zielona Góra zu erreichen ist.
Die älteste Kirche ist hier die ca. aus dem Jahr 1540 stammende St. Hedwig - Kirche in Wilkowo Polskie. Die gotische Kirche mit einem Wehrturm und dem Friedhof befindet sich auf einer Anhöhe und ist von einem historischen Zaun umgeben.
Die zweifelsohne interessantesten Besonderheiten sind hier die Hügelgräber, d. h. die Gräber der Unieticer Kultur, die ca. 1700 - 1450 v. u. Z. entstanden. Die Hügelgräber, auch „großpolnische Pyramiden“ genannt, befinden sich in der Nähe von Łęki Małe. In der Umgebung von Konojad, Wolkowo, Łęki Małe und Łęki Wielkie befinden sich frühhistorische Burgen. In manchen von ihnen, die archäologisch untersucht wurden, stieß man auf Keramikscherben, silberne Münzen und Tierknochen.
Aus dem Anfang des 20. Jhs. stammen Michał Drzymała - Denkmäler, wie ein Stein in Zdrój in der Nähe seines Geburtsortes sowie ein Felsblock in Drzymałowo an dem Ort, der mit seinem historisch bekannten Zigeunerwagen, dem Symbol des Kampfes gegen die Germanisierung, verbunden ist.
Auf dem Gebiet des Kreises gibt es zwei musealische Einrichtungen, das Museum des Landes von Grodzisk mit Andenken an die Geschichte der Stadt sowie das Großpolnische Feuerwehrmuseum in Rakoniewice mit über 4000 außergewöhnlichen Exponaten.
KULTUR UND SPORT
Im Kreis Grodzisk pflegt man alte landwirtschaftliche Traditionen. Ihren Niederschlag finden sie im jährlichen Erntefest, das nach der Ernte mit anderen Gemeinden veranstaltet wird. Außer dem traditionellen Erntefestbrauchtum werden viele folkloristische und Pop - Konzerte organisiert.
Ein Teil dieser Tradition sind auch jedes Jahr stattfindende Feierlichkeiten des Feuerwehrmannstages.
Im Kreis sind 10 Gesang-, Folkloreensembles oder Chöre aktiv. Für sie werden seit einigen Jahren in Zusammenarbeit mit dem Stadt- und Gemeindezentrum die Präsentationen der Gesangsembles organisiert, die die Folklore der Region oder patriotische Lieder und Tänze darstellen. Die Gesangsembles treten sowohl bei lokalen Veranstaltungen als auch bei Massenveranstaltungen vor einem breiten Publikum auf.
Zu anderen kulturellen Unterhaltungsveranstaltungen gehören die tage von Grodzisk oder das Champignonfest in Wielichowo.
Die Kreisstarostei organisiert seit einigen Jahren die Internationalen Pleinairs der Malerei und der Bildhauerkunst. Der Kommissar der Kunstveranstaltung ist Zdzisław Połącarz, ein aus Oświęcim stammender Künstler, Laureat vieler Auszeichnungen, Preise und Stipendien. Die in- und ausländischen Künstler sind während der Veranstaltung bei der Obergymnasialschule in Kotowo zu Gast. Die Anlage, zu der ein Palais und ein ausgedehnter Garten gehören, ist ein hervorragender Arbeitsplatz für die Künstler. Während des Pleinairs sieht man die Künstler auf den Straßen der Städte und in den Dörfern, wo sie die Schönheit von Großpolen verewigen. Dank dieser künstlerischen Veranstaltungen entstehen jeden Sommer ein paar Dutzend herrliche Kunstwerke. Ein Teil davon schmückt den Sitz der Kreisstarostei, ein anderer wird für charitative Auktionen bestimmt oder bei besonderen Anlässen als Andenken geschenkt.
Interessante Kunstwerke werden von der Werkstatt der Kunstgobelins in Granowo geschaffen.
Eine kulturbildende und integrative Rolle spielen zwei Einrichtungen für Behinderte, der Verein „Serce“ /Herz/ in Rakoniewice und eine Filiale der Polnischen Gesellschaft für Geistig Behinderte in Grodzisk.
Mitte 2001 erfolgte die Grundsteinlegung bei Baum einer Sporthalle von Grodzisk. Etwa ein Jahr später wurde das Objekt feierlich der Benutzung übergeben. In der Halle finden viele Sport - und Unterhaltungsanstaltungen statt, wie z. B. das Turnier der Kindergärten „Nikolaus - Fünfkampf“ oder Baskett-, Fußball- und Volleyballturniere für Amateure verschiedener Altersgruppen. Die Schirmherrschaft übernimmt der Starost von Grodzisk. Die Sportkämpfe haben manchmal einen besonderen Charakter, wie z. B. das Selbstverwaltungs-Fußballturnier der Partnerstädte, an dem Repräsentanten des Kreises und der ausländischen Gäste teilnahmen. Das Turnier fand anlässlich des EU - Beitritts Polens statt. In der Halle trat auch Marcin Daniec, ein bekannter Kabarettist, vor fast 1000 Zuschauern auf.
1922 wurde in Grodzisk der Sportklub Dyskobolia gegründet. Bis 1993 nahm die Fußballmannschaft nur an lokalen Spielen teil. Die Situation hat sich nach der Aufnahme der Zusammenarbeit mit der Firma Inter Groclin S. A. vor zehn Jahren verändert. In der Saison 2001/2002 holte sich Groclin Dyskobolia den Vizemeistertitel Polens, was der Mannschaft die Teilnahme an UEFA - Pokalspielen garantierte. Groclin debütierte im UEFA - Sieg über die litauische Mannschaft bahnte Groclin den Weg zu den nächsten Runden, in denen sie Hertha BSC Berlin und Manchester City sensationell bezwang.
Da die Homepage des Kreises auch in englischer Version zugänglich ist, kamen knapp eine Stunde nach der Losung die ersten E-Mails von den Fans der Mannschaft aus Manchester. Der Kreisstarostei beschloss, ein englisches Onlinebanner mit Stadtkarte, Unterkunftsmöglichkeiten, wichtigen Adressen und Rufnummer zu errichten.
Obwohl Manchester von Groclin eliminiert wurde, kamen nach dem Spiel viele Nachrichten von den Fans der Mannschaft, die sich bei uns für den herzlichen Empfang sowie freundliches Vorgehen der Polizei bedankten und unserer Mannschaft viel Erfolg bei den weiteren Pokalrunden wünschten.
Das Debüt von Groclin Dyskobolia machte die Stadt und den Kreis in der europäischen Fuβballwelt berühmt.
DIE WIRTSCHAFT
Der Kreis Grodzisk ist durch die Landwirtschaft geprägt. Die Ackerböden machen 50% der Fläche des Kreises, Wiesen und Weiden über ein Duzend Prozent und Obstgärten weniger als 1% aus. Vorherrschend ist hier der Weizen- und Schweinezucht. Eben hier haben sich die Massenproduktion von Champignons und verwandte Dienstleistungen sowie die Spargel-, Erdbeer- und Pfirsichzucht entwickelt.
Das Gebiet ist jedoch durch die Produktion von Champignons gekennzeichnet. Die meisten landwirtschaftlichen Betriebe erhören dadurch ihre Einkünfte. Dieser Zweig entwickelte sich besonders auf dem Gebiet der Gemeinde Wielichowo, die ihre weitere Entwicklung eben darauf stützt. Die Zucht von Champignons trug zur Produktion von Champignonuntergrund sowie zum Ankauf und zur Verarbeitung dieser aromatischen Pilze bei.